Von Schulsachen bis Rollstühlen: Hilfsgüter für Rojava

Nach dem Besuch bei unseren Freundinnen von Jinda, einer Partner-NGO im Nordirak, ging es für Karawani Rainer über die Grenze nach Rojava im Nordosten Syriens.

In Qamishli angekommen, begann gemeinsam mit Taha Khalil, einem bekannten kurdischen Schriftsteller und ehemaligen Parlamentarier in Rojava, die Verteilung der Hilfsgüter. Taha leitet unsere Partnerorganisation Hiro, mit der auch die österreichische Volkshilfe und die Caritas Projekte in Rojava umsetzen.

Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Hilfsgüter direkt bei den Menschen und Institutionen ankommen, die sie am dringendsten benötigen. So wird sichergestellt, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Was mit dem Hilfstransport angekommen ist

Im Transport befanden sich unter anderem:

  • Schlafsäcke, Schuhe und Kleidung für Menschen, die auf ihrer Flucht alles verloren haben.
  • Rollstühle und über 100.000 Windeln
  • 250 Computer und Laptops, mit denen NGOs sowie die Universitäten in Qamishli und Kobane bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt werden.
  • Rund zwei Tonnen Schulmaterial: mehr als 100.000 Stifte, zehntausende Hefte, Radiergummis und Lineale für Kinder in den Flüchtlingslagern. Gerade die Schulsachen sind besonders wichtig. In syrischen Flüchtlingslagern fehlt es oft an den einfachsten Dingen wie Stiften und Papier. Wenn es an Lebensnotwendigem mangelt, hat Bildung verständlicherweise häufig keine Priorität. Doch für Kinder ist Bildung mehr als ein Stück Normalität. Sie eröffnet Perspektiven – gerade in einer Situation, die von Flucht, Unsicherheit und Verlust geprägt ist.
  • Und deshalb waren auch 3.000 bis 4.000 Stofftiere und weitere Spielsachen Teil des Transports. Was auf den ersten Blick vielleicht weniger wichtig erscheint, kann für Kinder in schwierigen Situationen von großer Bedeutung sein: etwas zum Festhalten, zum Spielen und zum Liebhaben.

Begegnungen vor Ort

Rainers Aufenthalt fiel in eine ungewöhnliche Zeit. Die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten und die Feiertage rund um das kurdische Neujahrsfest legten das öffentliche Leben teilweise lahm.

Dadurch ergaben sich auch besondere Begegnungen. Der österreichische Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger war zu Gast bei Taha. Rainer begleitete ihn bei seinen Recherchen für sein neues Buch.

Solche Begegnungen machen deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur Hilfsgüter zu bringen, sondern auch zuzuhören, hinzusehen und die Menschen vor Ort selbst zu Wort kommen zu lassen.

Danke für diese Unterstützung

Ein Hilfstransport wie dieser ist nur möglich, weil viele Menschen und Organisationen ihren Teil dazu beitragen. Unser besonderer Dank gilt Peter Bernscherer von PCs für Alle und Erich Hofmarcher von Kiwanis. Ohne eure Unterstützung wäre diese Hilfsaktion nicht möglich gewesen. Danke, dass ihr dazu beitragt, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

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