„Ich habe einen Rucksack. Ich habe Freunde. Und ich habe einen Traum.“

Manchmal reichen zwei Kinderbriefe aus dem Libanon, um den Blick auf etwas Alltägliches zu verändern. Morgen beginnen bei uns in Österreich die Ferien. Für zwei Kinder in Beirut ist jeder Schultag ein Geschenk.

„Ich habe einen Rucksack. Ich habe Freunde. Und ich habe einen Traum.“ Diesen Satz schreibt uns ein 8-jähriger Bub aus unserem Schulprojekt in Beirut.
In einem zweiten Brief lesen wir die Worte eines 11-jährigen Mädchens: „Manchmal wünschte ich, ich könnte länger in der Schule bleiben, weil ich mich dort frei, gehört und wertgeschätzt fühle.“
Morgen endet in Österreich das Schuljahr. Für viele Kinder beginnen die Sommerferien – und das ist schön.
Diese beiden Briefe erinnern uns aber daran, dass Schule nicht überall selbstverständlich ist.
Der Bub erzählt, wie er früher jeden Morgen anderen Kindern nachgesehen hat, wenn sie mit ihren Schultaschen zur Schule gegangen sind. Während sie lernen durften, verkaufte er Brot auf der Straße oder half seiner Mutter zu Hause. Heute ist er selbst Schüler. Sein größter Traum ist es, einmal Lehrer zu werden, damit auch andere Kinder ihr Recht auf Bildung kennenlernen.
Das Mädchen lebt mit zehn weiteren Familienmitgliedern in einem kleinen Haus. Sie schreibt, dass sie sich in der Schule frei fühlt. Dass sie dort lernen, mit ihren Freundinnen lachen und einfach Kind sein kann. Und dass sie manchmal am liebsten noch länger bleiben würde.
Was uns berührt hat: Beide Kinder schreiben unabhängig voneinander dasselbe – nur mit anderen Worten.
Die Schule ist ihr Lieblingsort. Nicht, weil sie leicht ist. Sondern weil sie Möglichkeiten schenkt. Weil sie Türen öffnet. Weil sie ein Ort ist, an dem sie gesehen werden und an ihre Zukunft glauben dürfen.
Gerade zum Schulschluss möchten wir deshalb DANKE sagen: Danke an alle, die unser Schulprojekt unterstützen. Dank euch können Kinder nicht nur zur Schule gehen – sie dürfen erleben, was Schule bedeuten kann.

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